Jagdunterricht

Die seltenen Neuntöter in der keitumer Heide bringen ihrem Nachwuchs jetzt das Jagen bei. Um dann in wenigen Wochen zurück nach Südafrika zu fliegen.

In Sand gebaut

Offene warme Sandflächen werden gerne von Kerbtieren genutzt, um die Jungen geschützt aufwachsen zu lassen. Hier ist es eine etwas größere Grabwespe, die gerade einen unterirdischen Bau anlegt. Der Aushub wird mit Speichel verklebt und weggeflogen. Danach wird ein Nahrungsvorrat im Bau deponiert und der Nachwuchs darin eingesperrt, bis er sich selbst befreien kann.

Schmarotzer

Pflanzen wie das Waldläusekraut zapfen fremde Pflanzenwurzeln an und leben von ihnen. So sparen sie sich eigene Bemühungen und haben auch in der trockenen Heide immer genügend Wasser.

Botanisch besonders

Wilde Orchideen sieht man ja nicht so oft. In der Keitumer Heide gibt es noch einen kleinen Restbestand von ca. 70 Pflanzen des gefleckten Knabenkrautes. Dazu auch die zwei Raritäten Waldläusekraut und Arnika.

Ureinwohner

Das weltweit erfolgreichste Landreptil lebt auch auf Sylt - die Waldeidechse. Ihr Erfolgsrezept ist zum einen ein körpereigenes Frostschutzmittel und zum anderen das Herumtragen der Eier im Bauch, um sie  mit der Sonne warm zu halten. So kann sie von Irland bis Japan, vom Nordkap bis Bulgarien  überleben, wo andere Reptilien längst aufgeben.

Selten schön

Die Kreuzblume lebt nicht weit von der Kreuzkröte entfernt und ist noch seltener als diese, nämlich in Schleswig-Holstein vom Aussterben bedroht (RL SH 1). Diese Aufnahme machten wir in der Keitumer Heide am 1. 5. 20.

Blinzelfarn

Anfang April erhebt er sich in majestätischer Ruhe, der Königsfarn. Eine botanische Rarität, die nur an wenigen Stellen auf Sylt vorkommt. Der Filz dient dem Schutz der sich abrollenden Farnwedel vor Hitze und Kälte

Schauschnepfe

Man kommt kaum hinterher. Schlag auf Schlag besetzen die im Vögel im April ihre Reviere, dazu die ganzen Durchzügler. Hier eine Uferschnepfe, die eine Woche lang immer wieder auf einem Pfahl an der Bäderstrasse stand. 

Schönkröte

Auf unseren Ziegenwanderungen ist das ein Topthema: Die Kreuzkröte. Einer der Ureinwohner auf Sylt, der zur Zeit aber an Boden verliert. Hier bei der Paarung in einem Dünentümpel Anfang April.

Dünenstäuber

Mit den Blüten der Krähenbeere rechnet man nicht. Zum einen, weil sie schon so früh loslegt, ab Ende Februar, so dass der Naturbetrachter noch eher von Eisblumen träumt, als mit dem Erwachen der Natur zu rechnen. Und zum anderen hat die Krähenbeere die kleinsten Blüten unserer sieben Heidekräuter. Fast unscheinbar, in solidem Purpur. Aber im März staubt die Dünenheide dann unübersehbar.